Patentiere 1 

 

Eileen
Die bildhübsche Tinkerstute ist inzwischen 7 Jahre alt. Sie wurde mit 3 Jahren aus einer Wildherde in Irland herausgefangen und muß wohl dieses Trauma nie verkraftet haben. Sicherlich spielte auch die weitere Behandlung eine Rolle, so wurde sie mit Gewalt eingebrochen und ihr wurden die Hinterfüße zusammengekoppelt, damit sie nicht weglaufen konnte. Durch diese rohe Behandlung war sie nicht in der Lage, Vertrauen zu Menschen aufbauen. Sie wurde von ihrer Ex-Besitzerin schließlich abgegeben, weil es ihr nicht möglich war, sich dem Pferd zu nähern um es zu satteln und zu reiten. Nach verschiedenen Kursen bei fast allen namhaften Pferdepsychologen, die allesamt keinerlei Besserung erzielen konnten, stand eigentlich nur noch der letzte Weg offen: das Pferd zum Schlachter zu bringen.
Dies konnten wir verhindern. Wir brauchten über 2 Jahre, bis wir uns das Vertrauen von Eileen erworben hatten. Das ging nur durch den ständigen Umgang und mit viel Liebe und Geduld. Heute sind wir soweit, daß wir ihr ein Halfter anlegen können. Allerdings steht sie dann zitternd und schweratmend da, ganz in Erwartung irgendwelcher Gemeinheiten, die sie bis heute nicht vergessen konnte. Aus diesem Grund vermeiden wir weitestgehend solche Situationen und lassen sie wie sie sein will, nämlich frei. Wir freuen uns über die kleinen Zugeständnisse, die sie uns freiwillig schenkt und das ist uns mehr als genug.
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Podengo
Dieser Schlingel ist nun schon 4 Jahre bei uns. Er kam damals als Welpe direkt von Gran Canaria. Nachdem wir ihn rassemässig unschwer als Podengo einstufen konnten, war das erst mal sein Name. Wir ahnten damals noch nicht, daß der Hund bei uns bleiben würde, sonst hätten wir ihm einen schöneren Namen ausgesucht. Nun hört er allerdings auf Podengo und ihm ist es letztlich egal, wie wir ihn rufen. Wir ahnten damals nicht, wie schwierig es ist, einen Hund dieser Rasse artgerecht zu vermitteln. Denn diese Windhunde haben ganz besondere Ansprüche und Eigenarten.
Unser Podengo hat einen unglaublichen Freiheitsdrang, den er hier auslebt, indem er jeden Zaun überwindet um sich allein "on Tou" zu begeben. Wir sind sehr froh, daß er keinen Jagdtrieb hat, sonst hätten wir bestimmt schon Ärger bekommen. Aber er will wirklich nur rennen. Allerdings wird das ganze etwas unangenehm, wenn er einen oder zwei Hunde findet, die mit ihm auf die Tour gehen. Dann kommen sie meistens erst nach Stunden wieder zurück. Einmal hatten wir 7 Welpen, die draußen im Hof spielten. Podengo sprang - wie immer - über den Zaun und animierte die Kleinen, ihm zu folgen. Dies gelang zwar nicht auf seine Art, aber die Kleinen fanden einen Weg, unter dem Zaun durchzuschlüpfen. Als mein Blick aus dem Fenster fiel, sah ich den Podengo - wie eine Lokomotive und die 7 Welpen als den Zug hintendran, den Berg hinaufrennen. Es dauerte Stunden, ehe Podengo zurückkam - ohne Welpen. Es dauerte weitere 12 Stunden bis die Kleinen alle den Nachhauseweg wieder gefunden hatten. Völlig erschöpft und mit schlimmem Muskelkater waren sie für mehrere Tage außer Gefecht gesetzt. Schlimmer Podengo!
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Podencgo

 

Peg und Peggy

Peg und Peggy
ist ein Hängebauchschwein-Ehepaar. Sie leben schon seit 7 Jahren zusammen. Als Wilfried die Beiden zufällig auf einem Pferdehof sah, erwartete Peg ein schlimmes Schicksal. Er sollte nämlich am nächsten Tag geschlachtet werden. Als mein Mann sah, wie liebevoll die beiden sich zugetan waren, war er so gerührt, daß er die beiden kurzerhand "freikaufte" und mit nach Hause brachte. Hier leben sie nun in trauter Zweisamkeit. Ihr Alltag besteht eigentlich nur aus Fressen und Schlafen und kurzen Spaziergängen. Aber immerhin durften sie zusammenbleiben.
Am Heiligen Abend vor einem Jahr überraschten sie uns mit einem besonderen Weihnachtsgeschenk, nämlich mit 6 kleinen Babies. Nach dem ersten Schreck - es ist ungewöhnlich, daß Hängebauchschweine in so hohem Alter noch werfen - wurde der Stall schnell babygerecht umgebaut. Die Kleinen konnten wir alle gut - immer paarweise - vermitteln. Natürlich auch nur an Plätze, an denen sie ihr Schweineleben genießen können.
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Victoria
Vicky, wie wir sie nennen, ist ein ca. 4 jähriges Arabermix-Fohlen. Sie stammt ursprünglich aus dem Raum Freiburg aus einer katastrophalen Pferdehaltung. Die Vorbesitzer waren zwar froh, das Fohlen aus diesen Verhältnissen befreit zu haben, wurden dann aber von den Tierarztkosten überrollt und suchten Hilfe bei uns. Vicky hat - bedingt durch ihre Vorgeschichte - einen irreparablen Leberschaden, der auf Leberegel zurückgeführt wird. Sie ist nun das dritte Jahr bei uns und zeigt nach außen hin keinerlei Symptome einer so schweren Erkrankung. Allerdings sprechen die Blutwerte eine andere Sprache und wir sind immer wieder erstaunt, wie lebensfroh und aktiv Victoria trotzdem sein kann. Sie genießt mit ihrer Freundin Pepper, die als Fohlen einen Beckenbruch erlitten hat, die herrlichen Sommertage auf der Weide und jagt mit ihr zusammen schon einmal den Kühen im Galopp hinterher. Da sie nun so richtig in ihrem Flegelalter ist, sind wir zurzeit bemüht, Victoria etwas zu erziehen. Sie hat viel Spaß an der Bodenarbeit, ist intelligent und interessiert und wir haben viel Freude an und mit ihr. Kontakt

 



Indira
ist ein Rodhesian-Ridgeback-Mix und wurde uns im Jahr 2000 als halbwüchsiger Welpe gebracht. Leider hatte man zu diesem Zeitpunkt schon versucht, die kleine Hündin in Richtung „ Schutzhund „ zu erziehen, was eigentlich überhaupt nicht ihren Charaktereigenschaften entsprach und den jungen Hund auch altersmäßig völlig überforderte. 
Durch die unsachgemäßen Erziehungsversuche wurde erreicht, dass der Hund dermaßen verunsichert war, dass er völlig unkontrolliert einerseits den Familienliebling, andererseits den gefährlichen Schutzhund mimte. Dies hatte zur Folge, dass Indira bis zu ihrer Abgabe dreimal gebissen hatte. Da sie dafür wohl  ordentlich bestraft wurde, kam sie hier ohne jegliches Selbstvertrauen an, immer auf der Hut und doch mit eingezogenen Schwanz. Die Angst , etwas falsch zu machen, steckte tief in ihr drin und auch wir brauchten lange, bis sich die Persönlichkeit von Indira wieder so einstellte, wie sie eigentlich von Natur aus ist:
                                               Freundlich, liebevoll und verspielt.

Allerdings steckt in dem 45 kg Paket auch ein ordentliches Aggressionspotential, verbunden mit einer niederen Hemmschwelle, sich zur Wehr zu setzen.
Mit viel Geduld, Übung und noch mehr Liebe ist es uns gelungen, Indira in eine Richtung zu lenken, mit der wir alle leben können. Darüber freuen sich auch die Schweine, denen Indira anfangs nach dem Leben trachtete und an denen sie nun einwandfrei vorbeimarschiert, ebenso auch an den Gänsen und Enten. Der Blick ist dabei immer auf mich gerichtet, und ich muß sie ordentlich loben, wenn sie alles richtig gemacht hat. Dann lässt sie riesige Sprünge vor lauter Glück. 
Ihre Hundekameraden kommen inzwischen auch damit zurecht, dass Indira manchmal im Spiel etwas grob wird. Ich hätte sie gerne noch mehr in meiner Nähe ( im Haus ), aber ich befürchte ein Eifersuchtsproblem, denn eigentlich ist sie ein Ein-Mann-Hund und sie will ungern teilen. Da sie sich aber bisher als sehr lernfähig zeigte, werde ich demnächst einen entsprechenden Versuch wagen.
Allerdings muß sie dann lernen, auch andere Menschen zu akzeptieren. Damit hatte sie bisher ein Problem, was aber nicht heißen soll, dass das nicht zu meistern wäre.
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Bonny
Vor ca. zwei Jahren war die Sprechstundenhilfe unseres Tierarztes auf der Suche nach einem kleinen Hund. Da wir gerade nichts passendes hatten, surfte sie durchs Internet und entdeckte, dass im Raum Kassel eine Rehpinscherhündin abzugeben war. Es hieß, sie würde sich nicht mit Kindern vertragen, und da nun Enkelkinder da wären, ginge das nicht mehr.

Frohgemut holte sie die kleine Bonny ab und nahm sie mit nach Hause. Bonny zog gleich in ihr Schlafzimmer ein, was dann aber den Nachteil hatte, dass Frauchen nicht mehr ins Bett durfte. Zähnefletschend wurde sie vertrieben, streng nach dem Motto : Dich kenn ich nicht, das ist jetzt mein Bett. Alls sie Bonny am nächsten Morgen endlich aus dem Bett gezogen hatte, brachte sie den Hund ins Tierheim nach Dallau, da sie sich so das Zusammenleben mit ihrer neuen Hausgenossin nicht vorgestellt hatte.

Von diesem Tierheim wurden wir – da wir ja inzwischen bekannt sind für schwierige Fälle – angerufen. Bonny ließ dort niemanden in ihren Zwinger und man konnte sie nur mit der Fangstange einfangen um Gassi zu gehen. Die Tierheimleitung hatte in Erwägung gezogen, die Kleine einzuschläfern. So landete sie bei uns.

Die ersten Tage hatten wir den größten Respekt und ließen sie weitestgehend in Ruhe. Bonny zog sich völlig in sich zurück und – und das ist wirklich wahr – weinte bittere Tränen. Sie trauerte um ihren verloren Familienplatz und war in der Zeit nicht bereit, sich uns anzuschließen. Die Wurst nahm sie zwar aus der Hand, fletschte aber hinterher gleich die Zähne. Endlich nach zwei endlosen Wochen gab es die ersten Annäherungsversuche. Heute sind wir ein Herz und eine Seele. Sie ist zwar nach wie vor ein kleiner dominanter Familientyrann, aber sie noch einmal weggeben, das könnten wir nicht. Ich glaube, das würde ihr kleines Hundeherz nicht verkraften. Kontakt

   

 

 

Beauty
Beauty habe ich direkt von Claudine Boessinger übernommen. Sie war ihr in KOS aufgefallen, weil sie sehr scheu und sensibel war. Nach dem ersten Plazierungsversuch stellte sich rasch heraus, daß Beauty doch noch viel schwieriger ist, als man gedacht hatte. So hatte sie auf ihrer Vermittlungsstelle absolute Schwellenangst. Wenn sie einmal das Haus verlassen hatte, war sie durch nichts mehr zu bewegen,  freiwillig wieder mit hinein zu gehen. Dies führte selbstverständlich zu regelrechten „ Treibjagden „ um sie wieder einzufangen.  Dazu kam, daß sie einen regelrechten Horror vor Männern hatte.

Auch wir hatten Schwierigkeiten ihr Herz zu gewinnen. Aber wir hatten ja Zeit. Und die hat Beauty einfach gebraucht um Vertrauen zu fassen. Inzwischen ist sie fast eineinhalb Jahre hier und wir sind ein Herz und eine Seele, und das Zusammenleben mit den anderen Hunden bekommt ihr gut.

Wenn allerdings Besuch kommt, ist sie verschwunden. Dann sieht man die alte Panik in den Augen flackern und oft genug traut sie sich erst Stunden später wieder aus ihrem Versteck. 

Leider lässt sie sich nicht gerne fotografieren und verschwindet jedes Mal angstvoll, sobald man irgendeinen Gegenstand in der Hand hat. Aber vielleicht gelingt uns doch noch einmal ein guterr Schnappschuss von ihr, auf dem man ihre ganze Schönheit aus der Nähe betrachten kann ? Kontakt

 

Senta
Vor 8 Jahren kam Senta zu uns, da ihr damaliges Frauchen in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen wurde. Genau wie ihr Frauchen, war Senta völlig durch den Wind. Ich kann mich noch gut daran erinnern, daß sie mich bei ihrer Abholung herzhaft in den Allerwertesten gezwickt hat. Daraufhin hatte ich natürlich den notwendigen Respekt vor ihr, was sie wiederum genau wußte. Als sie nach 3 Tagen auch noch läufig wurde – was bei einer Rudelhaltung eine absolute Katastrophe ist – war ich gezwungen sie für diese Zeit in eine Pension zu setzen. Es war Oktober, das Wetter war schrecklich, es regnete wie aus Eimern. Nach ein paar Tagen erhielt ich einen Anruf aus der Pension. Senta hätte sich in ein Gebüsch verkrochen und würde niemanden mehr in ihr Gehege lassen. Ich solle schauen, daß ich diesen „ gefährlichen „ Hund so schnell wie möglich abhole. Es blieb mir ja nichts anderes übrig und ich stand wenig später – es war schon dunkel – vor ihrem Gehege und sah aus dem Busch lediglich zwei funkelnde Augen blitzen. Beklommen betrat ich den Zwinger, immer gefaßt, daß nun ein Angriff erfolgt. Der kam dann auch, doch im Sprung erkannte Senta, daß ich es war. Sie war außer sich vor Freude, ließ sich das erste mal von mir streicheln, und seitdem sind wir die dicksten Freunde. Allerdings akzeptiert sie bis heute nur meine Familie und mich. Alle anderen Menschen werden bedingungslos angegriffen und würden auch gebissen werden.

Ein echter Fall für den Psychiater, aber wir lieben sie alle. Kontakt

 

Alexander
Der hübsche Griffonmischling ist ca. 5 Jahre alt und ist einer unserer Leishmaniosepatienten.

Er ist aufgeweckt und verspielt und liebt lange Wanderungen in den Vogesenwäldern. Sein bester Freund ist der Podengco, aber wir müssen stets sehr vorsichtig sein, damit sich dieses Team nicht alleine aus dem Staub macht.

Leider fand Alexander, bedingt durch seine Erkrankung, keinen Familienplatz. Aber wir haben ihm versprochen, immer für ihn da zu sein und ich glaube, das Leben hier in Frankreich gefällt ihm doch auch ganz gut. Kontakt

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Stand: 01. Februar 2008 14:53:58